Rat beschließt zusätzliche Mittel gegen Hunger in der Schule

Bonner CDA für Subsidiaritätsprinzip bei der Verteilung der Gelder für das Schulfrühstück

Der Rat der Stadt Bonn wird im Haushalt 2019 – 2020 auf Antrag der „Jamaika-Koalition 360.000 Euro pro Jahr neu für das Schulfrühstück veranschlagen. Die CDA Bonn als christlich-sozialer Flügel der CDU begrüßt diese wichtige sozialpolitische Entscheidung.

Kinder mit Hunger in der Schule

Jedes siebte Kind geht morgens mit leerem Magen in die Schule. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Umfrage. Als Gründe geben die befragten 1000 Eltern an, dass das Kind morgens entweder keinen Appetit habe oder keine Zeit für ein Frühstück sei. Ein Teil der Eltern gebe seinen Kindern jedoch zumindest Geld mit, sodass die Kinder sich selbst etwas zu Essen kaufen können. Wenn das aber aus welchen Gründen auch immer nicht geschieht, stehen nun Mittel aus den „Stadtsäckel“ zur Verfügung.

Regelmäßiges Frühstück verbessert die schulische Leistung und die kindliche Entwicklung

Regelmäßiges Frühstück erhöht die Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern. Die Auswirkungen sind erheblich: Regelmäßig frühstückende Kinder sind besser in Mathematik, seltener depressiv oder verängstigt. Zudem konnte nachgewiesen werden, dass Kinder mit regelmäßigem Frühstück seltener im Unterricht fehlten und pünktlicher zur Schule kamen.

Richtige Mittelverteilung nach dem Subsidiaritätsprinzip

Alfred Giersberg, Vorsitzender der Bonner CDA und sozialpolitischer Sprecher der CDU im Rat der Stadt Bonn, fordert: „Die Mittel müssen über die vor Ort tätigen Vereine und Schulpflegschaften direkt an die Schulen verteilt werden.“ Er führt weiter aus: „So kann eine gezielte Förderung nach dem tatsächlich vor Ort bestehenden Bedarf gewährleistet werden.“

Das nun entwickelte Modell zum Schulfrühstück ist ein Musterbeispiel für die Anwendung des Subsidiaritätsprinzips. Dieses Subsidiaritätsprinzip ist neben dem Solidaritäts- und Personalitätsprinzips der Kern der katholischen Soziallehre, welche die CDA neben der evangelischen Sozialethik bei ihrer politischen Arbeit leitet. Das Subsidiaritätsprinzip hat einen inhaltlichen Doppelkern: „Privat vor Staat“ und „Klein vor groß“.

Grundlagen der katholischen Soziallehre

Subsidiarität als Teil der katholischen Soziallehre fördert Freiheit und Verantwortung des Individuums. Dabei kann Subsidiarität nicht ohne flankierende Solidarität, die dem Einzelnen Schutz durch die Gemeinschaft zusichert, gedacht werden. Ziel der Solidarität ist jedoch nicht eine permanente Abhängigkeit von Sozialleistungen, sondern die Befähigung zur Selbsthilfe. Je umfassender der Einzelne für sich selbst sorgt, desto stärker kann sich die Gemeinschaft um die besonders Bedürftigen kümmern. Gleichwohl kann sich dann der Einzelne auch auf den Schutz der Gemeinschaft verlassen, wenn er selbst diese Hilfe benötigt.

Die Ursprünge des Subsidiaritätsprinzips sind weit in der Vergangenheit zu suchen, werden aber in der katholischen Soziallehre näher bestimmt. Moderne Bezüge sind in der päpstlichen Sozialenzyklika „Quadragesimo Anno“ von Papst Pius XI. vom 15. Mai 1931 zu finden, die sich am 40. Jahrestag der bekannten „Rerum Novarum“ auf eben diese bezieht. Dabei wird auch das Verhältnis von Staat und Bürgern geklärt: Die Freiheit des Bürgers ist zu schützen, dieser ist aber auch zur Verantwortung gegenüber sich selbst und der Gemeinschaft verpflichtet. Der Staat kann dabei bedarfsweise unterstützend helfen, jegliche Bevormundung sei aber zu vermeiden. Bis heute durchzieht das Subsidiaritätsprinzip mit dem Dezentralisierungsgedanken des Grundgesetzes die politische und gesellschaftliche Organisation unseres Landes.

Die CDA Bonn begrüßt die Entscheidung des Rates zum Schulfrühstück und wird sich weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, christlich-soziale Politik für die Bonner Bürgerinnen und Bürger aktiv zu gestalten. Auch in Zukunft wird der Dreiklang aus Subsidiarität – Personalität – Solidarität die Politik der Bonner CDA leiten.

Rückfragen gerne an:

Alfred Giersberg cdu@a-giersberg.de

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